Allgemeines

Es sind dieselben Maßnahmen, die auch schon beim Niedrigenergiehaus angewendet wurden, nur in noch höherer Konsequenz umgesetzt: 

Unverzichtbar ist eine exzellente Wärmedämmung aller opaken Bauteile (Außenwand, Dach, Kellerdecke u.a.) mit Regel-U-Werten zwischen 0,1 und 0,2 W/(m²K) - dies bedeutet Dämmdicken zwischen 20 und 40 cm. Der Wärmeschutz muss lückenlos ("wärmebrückenfrei") und die Hüllfläche muss luftdicht ausgeführt sein. Im VST Bauteilkatalog sind die Details hierfür entsprechend dargestellt. 

Eine Schlüsselfunktion haben hochwertige Fenster mit Wärmedurchgangskoeffizienten unter 0,8 W/(m²K). Diese hohe Dämmwirkung, die etwa doppelt so gut ist wie bei üblichen Fenstern aus dem Jahr 2000, ist erforderlich, um auch ohne Heizkörper den Komfort in Fensternähe sicherzustellen: Sowohl die Strahlungstemperaturasymmetrie als auch Luftbewegung und Temperaturschichtung im Raum sind bei dieser Fensterqualität so gering, dass ein ausgezeichnetes Komfortniveau unabhängig von der Art der Heizung erreicht wird. Darüber hinaus sollen Passivhaus-Verglasungen einen Gesamtenergiedurchlassgrad über 50% aufweisen. Fenster, die nicht zu stark verschattet in Richtungen um Süd (±30°) orientiert sind, weisen dann in Mitteleuropa auch im Kernwinter eine positive Energiebilanz auf: Die passiv nutzbare Solarenergie ist größer als der stark reduzierte Wärmeverlust des hochgedämmten Fensters. 

Das dritte Basisprinzip des Passivhauses ist die kontrollierte, hocheffiziente Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung. Diese ist im Passivhaus gleich aus drei Gründen unverzichtbar:

  1. sie sichert eine zu allen Zeiten hohe Luftqualität
  2. sie reduziert den Lüftungswärmeverlust um etwa einen Faktor vier und
  3. sie ermöglicht es, allein über die Zuluftleitung den restlichen Heizwärmebedarf durch eine einfache Nacherwärmung der Luft zu decken.

Damit dies mit hohem Komfort und bei geringem Hilfsenergieaufwand funktioniert, müssen strenge Anforderungen an die technische Qualität des Zentralgerätes und der Lüftungsanlage gestellt werden: ein sehr hoher Wärmebereitstellungsgrad (75% und mehr) und ein sehr geringer Stromverbrauch (0,45 Wh/m³ oder weniger). 

Für das VST Verbundschalungssystem wurde im Rahmen eines internen F&E Projektes ein Zulassungskatalog entwickelt:

  • Dieser Zulassungskatalog umfasst eine Detaildatenbank mit nachgewiesenen und geprüften Konstruktionsdetails zur Erreichung des Passivhausstandards.
  • Durch die Anwendung des nachhaltigen VST Systems kann ein erheblicher Beitrag zur Reduzierung des CO2 Ausstoßes beigetragen werden.
  • Zukünftige Normen und Vorschriften werden sich stark in diese Richtung orientieren (Reduzierung des ökologischen Fußabtritts).
  • Das VST System ist eine „Passivhaus geeignete Komponente“ zertifiziert vom Passivhausinstitut in Darmstadt (Dr. Wolfgang Feist)