Brandschutz

Das Feuer stellte für die Menschen schon immer eine Bedrohung dar.

Kulturgeschichtlich erlangte das Feuer große Bedeutung, als es die Menschen zu nutzen verstanden. Die Menschen lernten das Feuer zu bewahren, später selbst zu erzeugen. Das Feuer spendete Wärme und Licht. Die vom Feuer ausgehenden Gefahren forderten einen Schutz vor seiner zerstörerischen Macht, einen Schutz vor Brand. Dies wurde umso wichtiger, je enger die Menschen beieinander wohnten und Städte gründeten. Sehr früh wurde erkannt, dass bei Beachtung bestimmter Regeln die Brandgefahr verringert werden kann. Im Laufe der Zeit wurden daher verschiedene Brandschutzsysteme entwickelt.

Trotz eines umfangreichen Brandschutzes steigen die Kosten für Brandschäden von Jahr zu Jahr weiter an. Ursachen hierfür sind im Wesentlichen:

  • Baustoffe mit höheren Brandgefahren;
  • großflächige Büroräume, Werkstätten, Fabriken und Lagerhallen;
  • teurere Ausstattungen und Einrichtungen.

Die ständige Zunahme der Brandschäden macht die Notwendigkeit eines wirkungsvollen vorbeugenden Brandschutzes deutlich. Dabei geht es im Wesentlichen um drei Maßnahmen:

  • Brandschutz zur Sicherheit von Leben und Gesundheit: Personenschutz;
  • Brandschutz zum Erhalt der Bauwerke und deren Inhalt: Sachschutz;
  • Brandschutz zum Erhalt der Umgebung und der Natur: Umweltschutz.

Die Beachtung von Brandschutzmaßnahmen ist sowohl beim Bau als auch bei der Nutzung zu unterscheiden:

  • baulicher Brandschutz: Baustoffe, Bauweise;
  • abwehrender Brandschutz: Feuermeldeeinrichtungen, Feuerwehr.

Da der abwehrende Brandschutz in diesem Zusammenhang nicht interessiert, soll der bauliche Brandschutz näher betrachtet werden.

Das VST Verbundschalungssystem ist aus Sicht des Brandschutzes eine Ortbeton-Massivbauweise. Die Bewehrung wird werkseits eingebaut – die Betondeckung wird entsprechend den statischen Vorgaben gesichert. Die generelle Qualität des VST Verbundschalungssystems in brandschutztechnischer Hinsicht ist als sehr hochwertig und zielsicher konstruierbar einzuschätzen.

Brandverhalten der verwendeten zementgebundenen Flachpressplatte:
Das Grundelement des VST-Verbundschalungssystem ist eine zementgebundene Flachpressplatte mit allgemeiner Bauaufsichtlicher Zulassung (nach EN 13986). Die verwendeten Platten sind bezüglich des Brandverhaltens mit A2-s1,d0 klassifiziert.

Brandverhalten:

Baustoffe werden nach ihrem Brandverhalten in die Klassen A1, A2, B, C, D und E eingeteilt. Maßgebend sind insbesondere Entzündbarkeit, Flammenausbreitung und Wärmefreisetzung. Die Brennbarkeit nimmt von Klasse A1 nach Klasse E zu.
A2

Rauchentwicklung:

Baustoffe der Klassen A2, B, C und D erhalten hinsichtlich der Rauchentwicklung eine zusätzliche Klassierung s1, s2 oder s3. Die Rauchentwicklung nimmt von Klasse s1 nach Klasse s3 zu.
s1

Brennendes Abtropfen / Abfallen:

Baustoffe der Klassen A2, B, C und D erhalten hinsichtlich des Auftretens von brennendem Abtropfen / Abfallen eine zusätzliche Klassierung d0, d1 oder d2. Die Klassen d0 bis d2 kennzeichnen das brennende Abtropfen / Abfallen wie folgt:
a) d0: kein brennendes Abtropfen / Abfallen
b) d1: kurzzeitiges brennendes Abtropfen / Abfallen
c) d2: anhaltendes brennendes Abtropfen / Abfallen
d0

Feuerwiderstand

Die Beurteilung dieses Punktes wird im Rahmen einer gutachterlichen Stellungnahme durchgeführt. Grundlage bilden hierbei die durchgeführten Untersuchungen an der zementgebundenen Flachpressplatte sowie eine Beschreibung des VST-Systems bzw. der Produktion.

Diese gutachterliche Stellungnahme wurde durchgeführt von:
IBS Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung GmbH
Staatlich akkreditierte Prüf- und Überwachungsstelle
Petzoldstrasse 46
A 4017 Linz