Wärmeschutz

Der Wärmeschutz im Hochbau soll den Menschen in Gebäuden einen ausreichenden Schutz vor Witterungseinflüssen sicherstellen. Er soll außerdem ein behagliches Raumklima ermöglichen. Dazu wird vorausgesetzt, dass die Räume ihrer Nutzung entsprechend beheizt und belüftet werden. Der Wärmeschutz umfasst insbesondere alle Maßnahmen zum Verringern der Wärmeübertragung durch die Umfassungsflächen der Gebäude und durch die Trennflächen zu den Räumen mit anderen Temperaturen.

Das VST Verbundschalungssystem besteht aus einem Ortbetonkern und den zementgebundenen Flachpressplatten an den Oberflächen.

Der Wärmedurchgangskoeffizient der zementgebundenen Platte wird vom Hersteller mit =0,26 W/mK angegeben. Kennwerte für den Beton gemäß Norm.

Das generelle Dämmniveau einer VST Konstruktion ist daher anhand der Grundwerkstoffe zu ermitteln. Die zementgebundene Flachpressplatte leistet einen besseren Beitrag zur Wärmedämmung als der Beton alleine; zur Erreichung zeitgemäßer Dämmniveaus ist jedoch eine zusätzliche Dämmschichte erforderlich.

Wärmedurchlasswiderstand

Da vom Frischbeton keine Schädigung oder Herabsetzung der Dämmeigenschaften der Wärmedämmung möglich ist, wird dieser Punkt in Form einer Tabelle dargestellt.

nr.description of layersthicknessthermal conductivity coefficient lRU
  [mm][W/mK][m²K/W][W/mK]
1cement bonded particle board240,260,092 
2.1concrete core1022,300,044 
2.2concrete core1272,300,055 
2.3concrete core1522,300,066 
2.4concrete core1672,300,073 
2.5concrete core1822,300,079 
2.6concrete core2022,300,088 
2.7concrete core2522,300,110 
3cement bonded particle board240,260,092 
1overall thickness D= 150 mm  0,2292,506
2overall thickness D= 175 mm  0,2402,440
3overall thickness D= 200 mm  0,2512,377
4overall thickness D= 215 mm  0,2572,341
5overall thickness D= 230 mm  0,2642,305
6overall thickness D= 250 mm  0,2722,260
7overall thickness D= 300 mm  0,2942,154

Zur Berechnung des U-Wertes wird eine Außenwand angenommen – und als Bemessungswerte der Wärmeübergangswiderstände wird 0,04 + 0,13 = 0,17 m²K/W angenommen (nach DIN EN ISO 6946).
Zur Erlangung der zulässigen Mindestwerte oder höher gewünschter Qualitäten nach den anzuwendenden Vorschriften ist eine zusätzliche Dämmung aufzubringen.

Einfluss des Feuchtigkeitstransports auf den Wärmedurchlasswiderstand

Der mögliche Einfluss von Feuchtigkeitstransport auf die Dämmfähigkeit der Wand durch Oberflächenkondensation und Tauwasserbildung im Inneren ist durch Berechnung zu bewerten. Hierzu wird auf die Testreihen des Fraunhofer Instituts für Bauphysik verwiesen.

Es wurde im Labor der Einfluss von Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl untersucht. Dieses Problem kann nur bei Außenwänden auftreten, da bei üblichen Temperaturen im Innenbereich kein Ausfall von Tauwasser zu erwarten ist. Außenwände bedürfen einer Wärmedämmung um die geforderten Mindestwerte zu erreichen – daher ist die VST-Wandkonstruktion immer im warmen Bereich.